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Von der Nachricht zur Kommunikation

Am Anfang standen die Wirren des Ersten Weltkriegs und die bolschewistische Revolution. Als Reaktion entstand 1917 die Schweizerische Mittelpresse (SMP), gegründet durch bürgerliche Journalisten, unterstützt durch die Schweizer Wirtschaft. Die SMP verstand sich als «Propaganda-Agentur», die dem sozialistischen Gedankengut ein traditionell-schweizerisches entgegenstellen wollte. 1947 wurde die SMP in «Schweizerische Politische Korrespondenz» (spk) umgetauft, welche die bürgerliche, wirtschaftsfreundliche Ausrichtung weiterführte.

 

Als sich zeigte, dass die Vermittlung von Nachrichten nicht genügte, gründete die spk 1965 die Forum AG. Das Ziel: Verbreitung von PR-Artikeln im Rahmen ihres Nachrichtendienstes. Es zeigte sich jedoch rasch, dass die Vermischung von Nachrichten und PR dem Auftrag der spk widersprach. Sie verkaufte die Forum AG sieben Jahre später an den damaligen Geschäftsführer Max Schuler. Dieser machte daraus eine PR-Agentur mit dem klingenden Namen «Forum der Wirtschaft» (FdW). In den sechziger und siebziger Jahren zählte eine Vielzahl von Wirtschaftsunternehmen zu den FdW-Kunden, darunter grosse Unternehmen wie SBB, Pharma- und Kosmetikfirmen oder Autoimporteure, aber auch kleinere Firmen und Verbände.

1980 wurde die Agentur an Peter Jäger verkauft, der die Geschicke der Firma bis 2007 leitete. Er fokussierte ihre Mandate auf Berufs-, Standes- und Non-Profit-Organisationen, hauptsächlich aus dem Gesundheitsbereich. 2008 übernahmen Marco Tackenberg, Sandra Küttel und Felix Adank die Firma von Peter Jäger und begründeten unter dem Namen «forum|pr» eine neue Agentur mit fundierter Erfahrung und Expertise in der Kommunikation für Politik und Verbände. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Institut für Verbandsmanagement (VMI) der Universität Freiburg stützt die Arbeit der Agentur auch wissenschaftlich ab: forum|pr berücksichtigt für seine Konzepte aktuelle Erkenntnisse des modernen Verbandsmanagements (siehe auch Interview mit Prof. Purtschert).